Der Hospizverein
Neumarkt begrüßt Sie sehr herzlich.
Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit
und wir hoffen, dass wir Sie auf diesen Seiten umfassend über die vielfältigen
Aspekte der Hospizarbeit informieren können.
Wenn Sie weitere Fragen haben - nehmen Sie bitte
Kontakt mit uns auf.
Menschliche
Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und ihren Familien
Mehr als 80%
aller Bundesbürger möchten in vertrauter Umgebung sterben. Aber: über 80% von
ihnen beenden ihr Leben in Kliniken und Pflegeheimen. Wunsch und Wirklichkeit
klaffen weit auseinander. Das liegt nicht allein an den Familien. Eine schwere
Krankheit, die in absehbarer Zeit zum Tod führt, stellt eine kleine
Lebensgemeinschaft wie die Familie vor eine außerordentliche Belastung. Häufig
geht der Einsatz der Angehörigen über ihre Kräfte hinaus bis hin zur völligen
Erschöpfung. Schwerkranke und ihre Angehörigen brauchen die Hilfe der
Gemeinschaft in dieser Zeit.
Hier setzt die
Hospizidee an
- mit
aufmerksamer, fürsorglicher und wahrhaftiger Begleitung -
Die Hospizarbeit möchte dazu beitragen, dass das
Leben bis zuletzt wirklich lebenswert ist.
Geschichte
der Hospizbewegung
Der Begriff Hospiz (=Herberge) geht zurück bis in die Frühzeit des Christentums. Die großen
Mönchsorden bauten Hospize an den gefährlichsten Stellen der Pilgerwege, wie
z.B. an Flussübergängen und Alpenpässen. So wurde das Hospiz am Großen St.
Bernhard berühmt durch seine Bernhardinerhunde, die die Verirrten suchten.
Die Häuser
standen allen offen, die unterwegs waren und Hilfe brauchten:
dem Pilger, dem
Kranken und Sterbenden,
der Frau in den
Wehen und auch den Aussätzigen.
Man versuchte,
jedem zu geben, was erbrauchte:
Schutz und
Geborgenheit, Erfrischung, Stärkung und Heilung.
Im Mittelalter
gab es Hospize in ganz Europa, allein in Paris waren
es über 40. In Deutschland gab es über lange Zeit Hospize in Mainz, Augsburg
und Regensburg. Zu den bekanntesten Orden, die gegründet wurden, um Kranken und
Pilgern zu helfen, gehörten die Johanniter und die Malteser.
Auch die
heutige Hospiz-Bewegung hat einen christlichen Ursprung. Um die Mitte des
vorigen Jahrhunderts gründete Mary Aikenhead in Dublin den Orden der
Irischen Schwestern der Barmherzigkeit. Die Aufgabe dieses Ordens war die
Pflege und Sorge um Sterbenskranke. Die Gründerin gab dem Haus den Namen HOSPIZ, weil sie den Tod nicht als
das Ende verstand, sondern als Durchgang auf der Reise durch das Land des
Lebens. Ihr Hospiz sollte dem Wanderer und Pilger auf dieser Reise Rast bieten
und Hilfe geben.
Die gleichen
Schwestern gründeten Anfang des letzten Jahrhunderts das Hospiz „St. Joseph“
im Osten Londons. Fast gleichzeitig entstanden zwei weitere Hospizhäuser durch
anglikanische Ordensfrauen.
Einen
wesentlichen Aufschwung erhielt die Hospiz-Bewegung durch Cicely Saunders, welche als Sozialarbeiterin und Krankenschwester
in „St. Joseph“ begann, später Medizin studierte und als Ärztin zurückkam. Sie
erkannte die besondere Bedeutung der Schmerztherapie und die Notwendigkeit der
menschlichen Zuwendung für die Sterbenden.
1967 eröffnete Cicely Saunders ihr eigenes Haus „St. Christopher“. Man hat es treffend
charakterisiert als „seltene Kombination von Spiritualität und Medizin.“ Im
Mittelpunkt aller Bemühungen steht neben der liebevollen mitmenschlichen
Hinwendung zum Kranken eine sehr solide medizinische Betreuung, ausgefeilte
Schmerzbekämpfung einschließlich der Kontrolle unerwünschter Nebenwirkungen.
Immer
aber geht es hier in erster Linie um den Kranken und um die Krankheit.